Wing Commander Saga

      Wing Commander Saga

      Tja, die älteren Herrschaften auf der Lansin können ihren Joystick abstauben, die WC Saga ist draussen.
      Kein Wortspiel beabsichtigt :D :manson:

      Leider hat der Mod noch keinen Multiplayer.

      Trailer

      Gameplayvideo


      Edit:
      Thread mit Downloadlinks:
      hard-light.net/forums/index.php?topic=80309.0
      Emporia, das Land wo Bacardi-Cola fließt !

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      nach 40 Missionen mal eine Kritik: :D
      Die Wing Commader Saga steht in bester Tradition der offiziellen Wing Commander Spiele von Origin.
      Das bedeutet in erster Linie Atmosphäre pur.

      Menüs:
      Startet man das Spiel findet man sich im Auswahlbildschirm wieder - das ist aber kein langweiliges Menü, sondern eine animierte Szene eines Kontrollraums.
      Im Hintergrund sieht man startende Jäger, Personen arbeiten an Kontrollpulten, bewegt man die Maus auf die Türen öffnen sich diese. Das ganze ist nicht nur Show, sondern auch Menü.
      Eine der Türen startet die Missionen, eine Andere dient zum Verlassen des Spiels. Eine der Konsolen bietet Infos über eigene und feindliche Jäger, Schiffe und Waffen, die andere Konsole öffnet das Menü in dem man den Schwierigkeitsgrad und die Grafikdetails einstellen kann.

      Missionsbriefing
      Jede Mission startet mit einem kurzen Video in dem der jeweilige Geschwaderkommandant die taktische Lage und die Aufgaben erläutert, die den Spieler erwarten.
      Wechselt der Spieler das Geschwader, wechselt natürlich auch der Kommandant. Die Modder der Wing Commander Saga haben sich nicht nur die Mühe gemacht für jeden Geschwaderführer ein eigenes Video zu erstellen.
      Sie haben auch für jeden einen eigenen Sprecher organisiert, so das die Einsatzbesprechung nicht nur animiert, sondern auch vertont ist.

      Das gleiche gilt für die KI-Piloten welche die Einsätze mit fliegen. Die Sprecher erreichen dabei durchweg fast professionelles Niveau.
      Piloten wie Psychopath, White Trash oder Honey Bear haben z.B. durchweg Stimmen die ihren Nicknames entsprechen.
      Psychopath ist ein eiskalter Killer der schon zuviel Kameraden hat sterben sehen und deswegen auf Distanz zu seinen Mitpiloten bleibt, White Trash hört sich an wie der typische Hillbilly und Honey Bear ist einfach nur süß und nett... wenn sie nicht gerade gegnerische Großkampfschiffe mit ihren Bomber zerlegt.
      Und das sind nur drei von vielen anderen Piloten. Ninja und Assasin, Greywolf, Kettle, Avatarr, Captain Moraine, Ms. Sweeny, diverse Admiräle - alle mit eigenen Sprechern besetzt und mit unverwechselbarern Charakter.

      Mit einem Sprecher ist übrigens auch die Rolle besetzt die man als Spieler selber ausfüllt: Lt. "Sandman" Markham. Anders als Gordon Freeman beteiligt man sich also an den Dialogen und ist nur einfach stumm dabei.
      Das nette dabei ist, das man sich dadurch nicht als dummer Mitläufer fühlt.
      Das sind zwar meist nur Sätze wie "Sir, ich hab da was auf meinem Radar" aber Gordon fällt sowas ja nie auf. ;)


      Missionen
      Die Missionen selber laufen nach folgenden Muster ab:
      * Start vom Träger
      * kurzer Dialog
      * Autopilot ( kurzes Video in Spielegrafik welche die eigene Staffel im Formationsflug zeigt )
      * Kampfeinsatz
      * Autopilot
      * Kampfeinsatz
      * Autopilot
      * Rückflug auf den Träger, meist noch kurzer Dialog der davon abhängt wie Mission gelaufen ist.
      * Nachbesprechung.

      Das sieht jetzt auf den ersten Blick etwas langatmig aus, aber gerade die Autopilot-Sequenzen tragen ziemlich dazu bei das dass Gefühl entsteht eine lange Mission gespielt zu haben.
      Real dauern die komplette Mission meist nicht länger als 10 bis 15 Minuten, aber da fast zwischen jeder Autopilot-Sequenz der Hintergrund ausgetauscht wird z.B. der Planet immer größer wird - hat man tatsächlich das Gefühl ein große Strecke zurück gelegt zu haben.

      Die Aufträge sind dabei verschieden.
      Neben Aufklärungs- und Geleitschutzmissionen gibt es auch Angriffe auf feindliche Großkampfschiffe - und nicht immer läuft alles so wie am Anfang besprochen.
      Die Missionen liegen irgendwo zwischen Leicht und Hammerhart, allerdings kann man jederzeit den Schwierigkeitsgrad anpassen und nach fünf Fehlschlägen sogar die Mission auf Wunsch überspringen.
      Nicht immer muß man auch alle Missionsziele erfüllen. Immerhin herrscht Krieg, und wenn man von dem Konvoi mit zivilen Flüchtlingen die Hälfte verliert wird man zwar vom Geschwaderchef zur Sau gemacht, aber der Krieg geht (für den Spieler) dennoch mit der nächsten Mission weiter.

      Von den Missionen gibt es übrigens 50 !

      Gameplay
      Das Gameplay liegt zwischen einfach und komplex.
      Auf den einfachen Schwierigkeitsgraden kann man einfach nur losfliegen ohne sich viel Gedanken um Energieverteilung ect. machen zu müssen.
      Die verschiedenen Waffen spielen sich recht unterschiedlich und erfüllen ihre taktische Rolle.
      Die meisten Jäger und Bomber haben meist zwei verschiedene Bordkanonen:
      * Eine schnellfeuernde mit wenig Energieverbrauch und wenig Schaden zum Einsatz gegen feindliche Jäger.
      * Ein durchschlagskräftige gegen Bomber und Großkampfschiffe, die aber langsamer feuert und mehr Energie verbraucht.
      Alle Jäger tragen zudem noch Raketen die deutlich durchschlagskräftiger als die Bordgeschütze sind - nur hat man so wenige an Bord das man sie nicht verschwenden sollte.

      Großkampfschiffe müssen in Stücke geschossen werden, wenn man nicht gerade einen Bomber fliegt. Die Torpedos eines Bombers zerstören kleinere Schiffe mit einem Treffer, und selbst große Träger und Schlachtschiffe brauchen selten mehr als 2 - 4 Treffer.
      Allerdings hat ein Bomber maximal nur 4 Torpedos, die zudem von den Geschütztürmen eines Großkampfschiffes auch noch abgeschossen werden können.
      Deswegen kann man auch als Pilot eines leichten Jägers viel zum Abschuss eines Großkampfschiffes beitragen wenn man Geschütztürme oder Antriebe zerstört.

      Auf höheren Schwierigkeitsgraden wird es dann wichtig wie man seine Energie verteilt, da die eigenen Waffen mehr Saft brauchen.
      Zudem schießen und fliegen die Gegner besser, so das man auch die Schilde ausgleichen muß.
      Manche Missionen sind auf höheren Schwierigkeitsgraden alles andere als fair, aber niemand hat behauptet das Krieg fair ist.

      Negative Punkte
      eigentlich erstaunlich wenig.
      Leider lassen sich aus technischen Gründen die Dialoge in den Missionen nicht überspringen, was beim dritten, vierten oder fünften Versuch die Mission zu schaffen schon nerven kann.
      Da aber am Ende eines Dialogs meist die Aufforderung kommt den Autopiloten einzuschalten kann man die Zeit für eine Pinkelpause nutzen.

      Bei längeren Geleitschutzmissionen stört es das man nicht Zwischenlanden und Nachmunitionieren kann, obwohl der eigenen Träger direkt vor einem schwebt. Würde eventuell die Mission einfacher machen, und ist vermutlich deswegen nicht drin.

      Beim Missionsdesign ist es leider so das einige der KI-Kameraden rote und gelbe T-Shirts tragen.
      Die mit den roten T-Shirts sterben in der Mission, egal was man macht, die mit den gelben T-Shirts sind unverwundbar.
      Das macht manche Missionen zwar einfacher, allerdings hat man als Spieler keinen Grund mehr darauf zu achten das die KI-Kameraden überleben.

      Ebenfalls störend ist das man selten Befehle an KI-Kameraden geben kann.
      Eigentlich bietet die Freespace Engine ein gutes Befehlssytem mit dem man z.B. einen gemeinsamen Angriff auf ein Schiff organisieren kann, leider wird das nur in wenigen Missionen genutzt.
      Mal kurz den leichten Jäger der Alpha Staffel befehlen den gegnerischen Kreuzer zu entwaffnen, bevor man mit seinem Bomber den Kreuzer angreifen will ? Geht leider nur selten.
      Genau so wenig wie einem bös zusammengeschoßenen Kollegen Befehlen ein bestimmtes Ziel nicht anzugreifen.

      Multiplayer fehlt auch, das Ding im Coop zu spielen wäre der Hammer !

      Fazit nach circa 40 Missionen
      Ich bin begeistert, die Wing Commader Saga macht einfach Spaß.
      Wer einen Joystick (oder Gamepad) hat und nicht gerade unter Weltraumphobie leidet sollte sich den Mod ziehen.

      Er kostet nichts und man braucht auch Freespace nicht dazu, und man kann wirklich von "Stundenlangen Spielspaß" (50 Missionen a 10 Minuten) reden.
      Die Modder hab sich ordentlich Mühe gegeben, was man allein schon am aufwendigen PDF Handbuch und den vielen Infos in der InGame Datenbank sieht - und in den Videos und Sprachausgaben auch hört.
      Emporia, das Land wo Bacardi-Cola fließt !